Umkehr­osmose


Die Umkehrosmose gehört zu den sogenannten Membranverfahren, das darauf beruht, den natürlichen Vorgang der Osmose umzukehren. Bei der Osmose handelt es sich um einen Konzentrationsausgleich über eine semipermeable Membran (= Membran, die nur für reines Wasser und gelöste Gase durchlässig ist): Befindet sich auf den beiden Seiten der semipermeablen Membran  Wasser mit unterschiedlichen Salzkonzentrationen, wandern die Wassermoleküle von der salzärmeren Seite auf die salzreichere Seite. Die salzreichere Lösung wird verdünnt wird, wobei  sich eine Druckdifferenz aufbaut, der sog. osmotische Druck.

Legt man auf der salzreicheren Seite einen Druck an, der höher ist als der osmotische Druck, wird der Prozess umkehrt. Die Wassermoleküle von der salzreichen Seite werden durch die Membran gedrückt und gelangen auf die salzarme Seite. Das durch die Membranen getretene, salzarme Wasser wird Permeat genannt. Der quer zur Membran strömende salzreiche Wasseranteil wird als Konzentrat bezeichnet.

Der mittlere Porendurchmesser von Umkehrosmosemembranen liegt bei ca. 0,5 nm bis 1 nm und ist damit nur wenig größer als der Durchmesser eines Wassermoleküls. Damit können auch Ionen und gelöste Salze abgetrennt werden. Der erforderliche Betriebsdruck beträgt je nach Anwendungsfall ca. 5 – 100 bar.
 

Einordung von Trennverfahren und Wasserinhaltsstoffen


Anwendungen:

  • Entsalzung und Teilentsalzung für verschiedene industrielle und gewerbliche Anwendungen
  • Kesselspeisewasser- und Kühlwasseraufbereitung
  • Trinkwasseraufbereitung: Entsalzung von Meerwasser und Brackwasser, Teilentsalzung von Brunnenwasser z. B. zur Entfernung von Schwermetallen, Nitrat, Sulfat, Fluorid, Bor, organischen Verunreinigungen etc.