Abwasserrecycling, Wärmerückgewinnung
Behandelte Medien: Abwasser, Prozesswasser
Durchsatz: 10 m³/h
Stoffe: Bakterien, emulgierte Fette, Faserige und kolloidale Partikel, gelöste Eiweiße, verbrauchte Tenside, Viren
Verfahren: Feinsiebung, Ultrafiltration
Inbetriebnahme: 2025
KF Unternehmen: Weil Wasseraufbereitung GmbH
Veranlassung
Für das Waschen der Textilien nutzte der Kunde aufbereitetes Brunnenwasser, welches für den Waschvorgang auf 60° C erhitzt wurde. Das noch heiße Abwasser enthielt neben Feststoffen aus den zu reinigenden Textilien auch emulgierte Fette, Eiweiße, kolloidale Partikel und für den Waschvorgang eingesetzte Tenside. Dieses Abwasser sollte recycelt und die Wärme daraus zurückgewonnen werden. Der Wunsch des Kunden bestand darin, Kosten für Energie, Wasser und Abwasser einzusparen und damit gleichzeitig Ressourcen zu schonen.
Ultrafiltrationsanlage
Das aus den Waschmaschinen gepumpte, ca. 60° C heiße Abwasser wird zunächst in einen Sammelbehälter geleitet. Aus diesem wird es einem mit Luft rückspülbarem Trommelsieb mit Schneckenpresse zugeführt, wodurch die aus den Textilien stammenden Flusen herausgesiebt und entwässert werden. Durch den Entzug von Wasser können die Textilflusen als entwässerter Feststoff entsorgt werden. In der nächsten Stufe wird das Abwasser zur Vergleichmäßigung des Volumenstroms in einen Puffertank geleitet, bevor es in der Ultrafiltration (UF) behandelt wird. In der UF werden dann kolloidale Partikel, verbliebene Feststoffe, emulgierte Fette, Eiweiße, Bakterien, Viren und verbrauchte Tenside herausgefiltert. Gelöste, aber noch nicht verbrauchte Tenside verbleiben zu einem bestimmten Teil im Wasser und reduzieren dadurch den Einsatz neuer Waschmittel. Durch die Ultrafiltrationsanlage werden von der ursprünglichen Abwassermenge 90 % als Ultrafiltrat zurückgewonnen und in einen Tank geleitet. Da es bei der beschriebenen Abwasserbehandlung kaum zu Wärmeverlusten kommt, ist das aufbereitete (ultrafiltrierte) Wasser in dem Tank noch heiß und wird so den Waschmaschinen für weitere Waschvorgänge zugeführt. Die Heizleistung der Waschmaschinen und damit der Energieverbrauch werden dadurch deutlich reduziert. Nur 10 % des ursprünglichen Abwassers aus den Waschmaschinen wird als Abwasser in das Abwassernetz eingespeist.
Die gesamte Anlage besteht aus V4A-Edelstahl und kann über ein Touch-Panel bedient werden, das sämtliche Betriebsdaten anzeigt. Die Daten werden zudem archiviert und in Kurvenverläufen dargestellt.
Vor der Konzeption und dem Bau der Anlage war eine Pilotierungsphase notwendig, da der Grad der Verschmutzung und die Menge an umgesetzten Waschmitteln im Abwasser variierten und dies bei der Dimensionierung der Anlage berücksichtigt werden musste.
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